Seniorenstift Ingelfingen und die Georg-Fahrbach-Schule beschließen Bildungspartnerschaft

Langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Ingelfinger Seniorenstift und der Georg-Fahrbach-Schule Ingelfingen besiegelt.

Heidi Kiemele-Koffler, Heimleiterin des Seniorenstifts Ingelfingen und Dirk Rüger, Rektor der Georg-Fahrbach-Schule Ingelfingen, unterzeichneten im Beisein von Bürgermeister Michael Bauer, Konrektorin Tanja Truetsch sowie den Schülern der Klassen fünf bis neun und weiteren Gästen eine Kooperationsvereinbarung zur Bildungspartnerschaft.

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags wurde eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Vertragspartner besiegelt. Seit fast einem Jahrzehnt verfolgt das Seniorenstift Ingelfingen gemeinsam mit der Schule das Ziel, „Jugendlichen frühzeitig Einblicke in die Welt alter, kranker, schwacher und oft auch einsamer Menschen zu geben. Zu Beginn der 9. Klasse sollen die Schüler in einem einwöchigen Sozialpraktikum Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber älteren Menschen lernen sowie Berührungsängste und Vorurteile abbauen“, so Heimleiterin Heidi Kiemele-Koffler. Für Kiemele-Koffler ist neben der sozialen Bildung auch die Herzensbildung ein wichtiger Bestandteil des Praktikums.

Bürgermeister Michael Bauer betonte die Wichtigkeit des Seniorenstifts für die Stadt Ingelfingen nicht nur für die Senioren, sondern auch für Schule und Kindergärten. Über das Sozialpraktikum hinaus zeichnet sich das Seniorenstift seit 2008 auch als Garant für ein qualitativ hochwertiges Mittagessen für die Schüler der Georg-Fahrbach-Schule aus.

Rektor Dirk Rüger verwies mit Nachdruck auf die hervorragende Vermittlung der sozialen Kompetenzen an Jugendliche im Praktikum durch das Fachpersonal des Seniorenstifts. Er sprach dem gesamten Fachpersonal seinen Dank für die Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen im Praktikum sowie der Vermittlung sozialer Kompetenzen aus.

Seit der ersten Minute federführend für die Entwicklung und Durchführung des Sozialpraktikums der Georg-Fahrbach-Schule Ingelfingen zeichnet sich Klassenlehrer Paul Keppler aus. „Gerade das Sozialpraktikum bietet jungen Menschen eine Sensibilisierung für die Situation älterer, kranker, behinderter Menschen, schafft eine Brücke zur Überwindung der Kluft zwischen den Generationen und weckt gleichzeitig Verständnis für das Altern mit seinen Begleiterscheinungen“, hob Klassenlehrer Paul Keppler hervor.

In seiner Ansprache blickte er mit Stolz auf die 2006 schriftlich fixierten Zielvereinbarungen zurück, die bis heute, so Keppler, weder ergänzt noch angepasst werden mussten. „Dies ist Zeugnis einer nachhaltigen, intensiven Zusammenarbeit der beiden Bildungspartner“ hob er hervor. Weiter verwies er auf die Bedeutung des Sozialpraktikums für die Entwicklung der jungen Menschen gerade in der heutigen Zeit, in der die Generationsschere aufgrund von Egoismus und Wertezerfall immer weiter auseinander klafft. So bietet das Sozialpraktikum die Möglichkeit, die „Mauer der Ausgrenzung älterer Menschen zu durchbrechen“. Die Schüler erhalten die Chance, Empathie einzuüben und Verständnis für ältere Menschen zu entwickeln. Hier leistet das Seniorenstift einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft, so Keppler weiter.

Frau Frey, Ausbildungsleiterin und zuständig für die Betreuung der Praktikanten, wies auf wichtige Eigenschaften für den Umgang mit den Bewohnern wie Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Geduld, Aufgeschlossenheit und Verständnis für deren besondere Situation hin. Außerdem seien Respekt und Achtung zum Schutz der Würde der zu betreuenden Personen unabdingbar.

Anschließend berichteten fünf Praktikanten über ihre Tätigkeiten und Erfahrungen im Seniorenstift. Zusätzlich referierte jeder über Ursachen, Auswirkungen und Prävention einer vorwiegend im Alter auftretenden Krankheit: Krebs, Demenz, Altersdiabetes, Schlafstörungen und Rheuma.

Fazit: „Wir waren mit der Organisation und Betreuung in der Praktikumszeit sehr zufrieden.“

Die Lerngruppe 5a unter Leitung von Frau Nonnenmacher rundete mit zwei Liedern eine gelungene Veranstaltung ab.

Dank geht vor allem an das Seniorenstift, das die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und 120 Personen bewirtete.

Simone Wolpert

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